Argentinien 2022

4 Einzigartige Tierwelt

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Argentinien ist ein gigantisches Land. Es ist über 67 Mal grösser als die Schweiz und knappe 3500km lang. Mit dem Gebirgszug der Anden im Westen und dem Atlantik im Osten verfügt es über so gut wie alle Klimazonen. Vom kalten, antarktischen Klima ganz im Süden, tausende von Quadratkilometern windige Steppenlandschaft, grüne, bewaldete Seeufer an schneebedeckten Bergen, Wüstenlandschaft bis hin zum subtropischen Klima im Norden. Besonders die Provinz Misiones, im Südosten des Landes sticht mit einer Einzigartigkeit ihres subtropischen Regewaldes hervor. Schon seit Jahren stand diese Provinz bei uns ganz oben auf der Liste, aber leider hatten wir es noch nicht dorthin geschafft. Diesmal sollte sich das ändern.

Nach unserer langen Zeit in Córdoba, zog es uns zügig Richtung Nordosten, dessen Natur stark von den dortigen Flüssen, dem Rio Paraná und dem Rio Uruguay geprägt ist. Der Rio Paraná ist verantwortlich für ein 13'000km2 grosses Feuchtgebiet in der Provinz Corrientes, das Esteros de Iberá genannt wird. Die dortige Flora und Fauna sind äusserst speziell und definitiv einen Besuch wert. Da die ganze Region geschützt ist, kann man nur an gewissen Orten in dieses Feuchtgebiet rein und wir entschieden uns wie immer für den abgelegensten. Von der Hauptstrasse aus führten rund 30km, durch einige Haciendas (Farmen), über Schotter, Sand, Wiese und Schlamm in die Esteros hinein. Viel zu erleben gab es dort nicht, aber einen traumhaften Campingplatz, der einem englischen Garten geglichen hat und ganz viel Natur rund herum. So genossen wir 5 Tage an diesem wundervollen Ort und bestaunten die Tierwelt um uns herum. Schon auf dem Weg hinein staunten wir nicht schlecht, als wir in all den Wasserstellen neben dem Weg Kaimane (kleine Krokodile) entdeckten. Ausserdem gab es viele Wasserschweine und wir hatten das Glück Brüllaffen, einen Ara Papagai, Gürteltiere und Hirsche zu sehen. Es was ein wundervolles Erlebnis diese Tiere in freier Wildbahn anschauen zu dürfen.

Nach diesen absolut ruhigen Tagen ging es dann endlich in die Provinz Misiones, die von den Flüssen Paraná und Uruguay begrenzt sind. Wir freuten uns wie kleine Kinder, als wir endlich wieder einmal über kurvenreiche Hügel fuhren, nachdem wir gefühlt tausende von Kilometer nur gerade aus gefahren sind. Und es wurde endlich so richtig grün! Obwohl es definitiv ein feuchtwarmes, subtropisches Klima ist, erinnerte es uns landschaftlich immer wieder an die Schweiz, von allem anderen her wurde es immer südamerikanischer. Die Häuser wurden bunter, der Verkehr etwas chaotischer, die Leute extrem freundlich und die Erde rot. Dies ist der letzte Hinweis, das man sich in tropischem Klima befindet, wenn die Erde statt braun rot wird. In Misiones gibt es einen Naturpark nach dem anderen, sodass wir auch viel Natur bestaunen konnten und einige verschlungene Wege durch den Urwald von Misiones laufen konnten. Das grosse Highlight lag am Ende der Provinz, an der Grenze zu Brasilien, die Iguazú Wasserfälle.

Die Iguazú Wasserfälle gehören zu den grössten Fällen der Welt und man kann sie in Argentinien oder Brasilien besichtigen. Wir entschieden uns für die Argentinische Seite und besuchten den Nationalpark Iguazú. Man kommt aus dem Staunen fast nicht mehr heraus. Es gibt viele Wege durch den Regenwald, wo man immer wieder an Flüsse und Wasserfälle kommt. Insgesamt sind es über 250 kleinere und etwa 20 grosse Wasserfälle, die über 60m hoch sind. Neben den Fällen und dem Urwald kann man auch viele Tiere bestaunen, die einem einfach so über den Weg laufen und sich Touristen mehr als nur gewohnt sind.

Nach diesem krönenden Abschied, verliessen wir nach über 5 Monaten Argentinien und freuten uns nun das eher unbekanntes Land Paraguay kennen zu lernen.