Solo-Trip

Aktualisiert: 4. Jan 2020

Ich habe vor ein paar Wochen meinen zweiten Solo-Trip gemacht und es war fantastisch! Ich hatte einige wenige Tage alleine Zeit und ich wollte alleine unterwegs sein. Ich musste mal raus und abschalten. Wegen dem Wetter entschied ich mich nach Frankreich in die Vogesen zu fahren. Ich war noch nie dort und habe grundsätzlich viel Positives davon gehört. Ich war ehrlich gesagt ein wenig nervös, da mein letzter und erste Solo-Trip nicht unbedingt angenehm war für mich. Ich fühlte mich damals sehr alleine und unsicher.


Das erste Mal als ich alleine unterwegs war, war direkt nach meiner Motorradprüfung. Ich wollte in meinen Ferien etwas unternehmen, war aber alleine. Dann kam mir die Idee, einen Freund von mir in Wien zu besuchen. Kurzerhand entschied ich mich dazu und fuhr innerhalb von zwei Tagen über das Südtirol nach Wien. Eigentlich wären drei Tage geplant gewesen. Ich fuhr viel zu weit und war extrem müde. Ich schaffte es kaum bis nach Wien. Ich konnte mich durch mangelnde Erfahrung noch nicht gut einschätzen.


Die Hauptproblematik war das Übernachten. Ich schlafe nicht gerne in Hotels und dies tat ich auf dieser Reise. Da es mein erster Trip war und ich selber weder Zelt, noch Schlafsack etc besass, kam irgendwie nur ein Hotel in frage. Ich war alleine, das Hotel war leer, ich fand fast kein Restaurant um zu essen. Ich fühlte mich alleine und sehr unsicher.


Reise und vor allem alleine reisen ist sicher am schönsten, wenn man genau weiss, wie man reisen möchte. Einige lieben Hotels und schöne Restaurants. Ich für meinen Teil liebe mein Zelt und ich koche äusserst gerne. Für mich bedeutet diese Art zu reisen Freiheit. Und Freiheit ist eins meiner wichtigsten Werte in meinem Leben. Ich bin frei mein Zelt dort aufzustellen, wo ich möchte. Ich bin frei, zu kochen was und wann ich es möchte. Ich muss nicht auf Essenszeiten der Hotels oder Restaurants achten. Dafür muss ich aber auch selber einkaufen gehen. Ich muss einen geeigneten Laden finden, um mich mit all dem einzudecken, was ich so brauche. (Je nach Land ist dies einfacher oder schwieriger.) Ich muss all meine Küchenutensilien dabei haben und dann noch zusätzlichen Platz für alle Lebensmittel. Aber dafür bin ich unabhängig und frei. Dies ist meine und unsere Art unterwegs zu sein.


Damit ich mich woh fühle alleine unterwegs zu sein, muss ich meine Art des Reisens kennen. Auf der ersten Reise kannte ich diese noch nicht, darum war es für mich nicht sehr angenehm, aber heute kenne ich sie zum Glück und konnte meine kleine Reise total geniessen. Ich fand es sehr entspannend auch mal ganz alleine zu sein und tun und lassen zu können, was ich will, ohne die geringste Rücksicht nehmen zu müssen.

Da ich von der Arbeit her sehr müde war, verbrachte ich viel Zeit mit Lesen und einfach Sein. Einfach mal sein und alles auf sich wirken lassen geht am besten alleine. Die Natur aufsaugen und alles hinter sich lassen ist super entspannend.


Ich schwor mir, dass ich wieder einmal alleine verreisen würde, auch wenn es nur einige wenige Tage sind.

Hier sind noch einige Fotos von meinem ersten und meinem zweiten Trip alleine. Der erste ist schon einige Jahre her (2012).






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